Fallbeispiel 11
11) Ruth Müller, 58 Jahre alt, aus Heidelberg*
*(Name und Ort sind aus Datenschutzgründen verändert)
DATMS – Kurbehandlungen vom 14.7.-8.9.05 und vom 17.7.-8.9.06.
Dauer der DATMS Therapien – 57 und 54 Tage.
Hintergrund von Frau Ruth Müller:
Hat in den siebzigern als Programmiererin mit den ersten Computern. Sie war eine aktive und vielseitige Dame, die versiert war in Dingen angefangen vom Kochen bis zu Gartenarbeiten und vom Stricken bis zum Reparieren von elektronischen Geräten.
Diagnose – 1986, sekundär progressive MS
Diagnostische Untersuchungsmethode - durch MRT
Symptome vor der DATMS Therapie
- Gehen und Gleichgewicht
Sie konnte 18 m mit Rollator gehen. - Koordination
Die Feinmotorik der linkenHand ist beeinträchtigt. - Blasenprobleme
Nachts 2-3 mal Incontinenz, Harndrang konnte sie für ca.2 Minuten kontrollieren. - Müdigkeit
Sie war abgeschlagen an heißen Tagen, besonders am Nachmittag und bei plötzlichem Wetterwechsel. - Schmerzen
in der Hüfte und dem unteren Rücken, die vor allen Dingen durch den veränderten Gang verursacht werden, außerdem berichtete sie von Schmerzen im linken Oberschenkel. - Spastik
Streckspastik – bei der Hüfte, Knie und Knöchel betroffen sind. - Psychologisch
Gute mentale Situation, positive Einstellung. - Allgemeine Symptome
meistens werde die Symptome im Winter schlimmer, besonders wird das Gehen schwieriger und dementsprechend warden die Schmerzen starker. Im Jahr 2001 hatte sie ihren letzten Schub und seitdem ist die MS progredient. - Konventionelle Medikation
Kortison in Schubzeiten, Mitoxantron (Chemotherapie), Immunglobuline, Trospi und Sirdalud. - Allergien
Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch, Ananas und Spargel.
Nach den ersten beiden DATMS Kuren im Sommer 2005 und 2006
Das Gehen verbesserte sich langsam bis maximal 100 m. Zwischen der ersten und der zweiten Kur betrug die mögliche Entfernung trotz Hüftbeschwerden minimal 60m. Auch in der zweiten Kur betrug die maximal mögliche Entfernung beim Gehen mit Rollator 100m. Auch kann die Patientin jetzt schneller gehen als früher. Das Gleichgewicht besserte sich und sie konnte einige Zeit freihändig stehen. Auch das Sitzen ohne Rückenlehne fällt jetzt leichter.
Die Schmerzen konnten in der Behandlung jeweils gelindert werden, kommen aber aufgrund der Fehlhaltung immer mal wieder, manchmal vergehen sie von allein wieder, manchmal sind einige Behandlungen zur Linderung erforderlich.
Die Blasenkontrolle hat sich verbessert, so daß sie die Medizineinnahme (Trospi) reduzieren konnte. Die Inkontinenz, die vor der Behandlung mehrmals täglich auftrat, konnte auf einige Male im Monatreduziert werden.
In Dezember 2006 ist die Patientin gestürzt, so daß sich die Gehstrecke reduziert hat. Die Untersuchung hat jedoch ergeben, daß die Schwierigkeiten mit einigen Behandlungen wieder behoben werden können.
Einschätzung von Frau Ruth Müller im Abschlussgespräch am 8.9.2006
- Das gute allgemeine Körpergefühl hat das ganze Jahr angehalten
- Ebenso der gute Zustand der linken Hand
- In den letzen 2 Monaten vor der zweiten Kur war die Gehstrecke erheblich kürzer geworden, wobei dieses Defizit schon nach den ersten 2 Wochen der zweiten Kur wieder ausgeglichen war.
- Die Motorik in den Füßen hat sich ebenso gebessert, dass ein kontrollierteres Gehen möglich ist.
- Die Stabilität in der Hüfte hat weiterhin zugenommen.